Wäscheständer

Wer seinen Computermonitor schon einmal auf einem stinknormalen, mit Wäsche behangenen Import - Export - Wäscheständer abgestellt hat, kennt den daraufhin folgenden, physikalisch leicht zu ergründenden Effekt.

Die Achse bricht und der Wäscheständer steht windschief und traurig da, die Wäsche gleitet zu der zum Boden geneigten Seite hinab und alles ist scheiße. Wieder ein Haufen Müll produziert, wieder sucht man nach nichtchinesischen Wäscheständern in kleinen regionalen Nicht-Ketteläden und wieder wird man dabei nicht fündig.

Aber jetzt hat sich ein längst vergessener Sektor meines Hirns reaktiviert. In grauer Erinnerung an die Zeiten an denen noch nicht alles ständig zu erschwinglichen Billigpreisen überall erhältlich war, gab es doch mal etwas das man vor dem Neukauf zumindest unbeholfen probierte: Reparieren…

Mit viel Klebeband und einer alten Duschstange habe ich ihn nun wieder hinbekommen, so wird er es wohl noch den ein oder anderen Monat aushalten, schaue aber in weiser Vorraussicht bei Quoka (Kleinanzeigenportal) schon mal nach gebrauchten Wäscheständern hier in der Umgebung. So vermeide ich erneute Müllproduktion und verwerte einen Gegenstand weiter, welcher sonst auf dem Sperrmüll gelandet wäre und umgehe außerdem den Kauf eines Produktes das schwer in der “Made in Germany” - Version zu finden ist.

Konsumguerilla-Autor Sjörn Plitzko Dieser Artikel wurde am 07.Februar 2007 von Sjörn Plitzko geschrieben und unter Ethische Alternativen, Haushalt abgelegt. |

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Kommentare

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Kommentare
1.
Am Februar 13th, 2007 um 4:16 pm, war andreas der folgenden Meinung:

da ich den verfasser kenn, weiß ich wie es gemeint ist, aber um keine missverständnisse aufkommen zu lassen: made in germany bezieht sich auf den regionalen aspekt und hat nix damit zu tun, dass etwas von deutschen hergestellt werden sollte, sondern mit geringen transportwegen. je kürzer die distanz eines produkts, desto besser die umweltbilanz. lange transportwege kann es übrigens auch bei made in germany geben, wenn die einzelteile in verschiedenen ländern hergestellt wurden und dann in deutschland zusammengebastelt worden sind. anführen kann ich da den berühmten joghurt, der ertmal ein paar tausend kilometer durch europa reist, bevor im supermarkt im regal steht. deshalb: regional kaufen ist ökologisch korrekter. in unser sehr arbeitsteiligen welt allerdings gar nicht so einfach.

2.
Am Februar 14th, 2007 um 12:49 am, war Manuel der folgenden Meinung:

…und ich garantiere Dir, die “Behelfswäschespinne” wird ewig halten - so ist das doch immer mit Provisoria (Provisoriums?)…

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