Müllwühlen als Form des Protests: Freeganer
Essen wegwerfen das noch einwandfrei ist? Das geht mal gar nicht, denkt sich mein Freund Harpo* wenn er wieder auf seinen Beutezügen ist. Er ist Freeganer, was bedeutet das er denn Müll von Supermärkten durchforstet um dort Lebensmittel zu finden die absolut einwandfrei sind und oft sogar noch einige Tage bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum haben. Denn die Praxis im Hygienewahn der Kunden und der besorgten Chefs Lebensmittel wegzuwerfen die noch absolut in Ordnung sind ist gang und gebe. Sicherlich wird heutzutage auch vieles an die Tafeln und ähnliche Organisationen weitergegeben aber ein großer Teil landet da wo ihn sich niemand mehr holen möchte – auf dem Müll.
Das dies ein Gefühl großen Unbehagens und eine ekelhafte Verdeutlichung der Wohlstandsverhältnisse erzeugt ist klar und hat somit eine Protestbewegung ausgelöst, die sich dagegen wehrt und sich die Lebensmittel einfach nimmt. Freeganer nennen sich die Menschen die in den Kampf mit Marktleitern und Angestellten ziehen um ein Zeichen zu setzen: Ihr schmeißt Dinge auf den Müll mit denen Menschen sich ernähren können und somit überleben können.
Alles in allem keine Option für mich persönlich, aber dennoch ein Denkanstoss der vielleicht das ein oder andere wieder bewußt werden läßt.
(*Name von der Redaktion geändert)
Hallo, wer hat Interesse mit mir in MA das zu machen? Bitte meldet Euch unter gittsche aaaaaaaaaaaaaat gmail doooooooooooooooooooooot com
Wenn die verdammten Container in meiner Stadt nur nicht alle in Lagerräumen eingesperrt wären….
Hallo zusammen,
obwohl ich in einigen blogs (u.a autonomer blog) über Eure Einstellung und Ansichten der Medienbranche gegenüber gelesen hab (Sensationspresse, unvollständige oder fallengelassene Berichterstattung), möchte ich mich trotzdem mit einer Anfrage vor seriösem Hintergrund an Euch wenden.
Wir machen eine TV-Reportage für Stern TV zum Thema “Leben von der Hand in den Mund – Armut in Deutschland”. In diesem Zusammenhang suchen wir u.a Flaschensammler oder Kunden von Sozialkaufhäusern, um deren Schicksale zu dokumentieren. Außerdem halten wir die Augen offen nach dumpster divern, da der Idealismus hinter dieser Einstellung, in Mülltonnen nach Essbarem zu suchen, interessant ist. Wir würden auch gerne diese Seite des freiwilligen Suchens nach Nahrung in Mülltonnen beleuchten.
Meine Anfrage lautet daher, ob es möglich wäre, einmal eine Tour zu begleiten – es wäre eine Möglichkeit, nochmal den Hintergrund dieser Bewegung darzustellen, wobei ich von vornherein betonen möchte, dass in der Reportage die schlechter gestellten Mitbürger im Mittelpunkt stehen sollen.
Für ein kurzes Feedback wäre ich dankbar.
Erstmal dankeschön für Deine Aufmerksamkeit!!
Schöne Grüße
Lutz Hambach