Kriminelle Nachhaltigkeit?

Das folgende Posting beruht (so wie alle anderen) auf wahren Tatsachen.

Mittwoch Abend, Kaufhof: Ein junger Mann mit verdächtiger Kappe, Augenringen und Dreitagebart kauft einen Stapel Kinderspiele. Die Verkäuferin wundert sich das er die überdimensional wirkende Tüte ablehnt und erkundigt sich ob er das wirklich schaffe. Er bejaht, sieht es als Dienst für die Welt von morgen und trägt den Stapel schnaufend aus dem Konsumtempel in Richtung Straßenbahn. Gerade als er einsteigen will, wird er von einer Verkäuferin und einem Polizisten daran gehindert und in einen mobilen Sicherheitscontainer gebracht. Die Verkäuferin ist unterdessen im Geschäft und benachrichtigt den Kaufhausdetektiv.

In der Zwischenzeit zeigt der genötigte Konsument seinen Kassenzettel vor, woraufhin der Polizist sich distanziert und darauf verweist das man nun auf den Detektiv warten müsse. Dieser kommt nun, erkennt die Sachlage schnell und entschuldigt sich. Beschwichtigend erklärt er das es wohl an der fehlenden Tüte gelegen habe, dies komme sehr selten vor und die Spiele hätten auch so verdächtig in der Jackentasche gesteckt. Ebenfalls wurde das Argument aufgeführt das durch die momentan vorherrschende “Weihnachtszeit” alle überlastet und übersensibel seien.

Konsumguerilla-Autor Sjörn Plitzko Dieser Artikel wurde am 19.Dezember 2007 von Sjörn Plitzko geschrieben und unter Randnotizen abgelegt. |
 
 

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Kommentare

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Kommentare
1.
Am Dezember 19th, 2007 um 10:07 pm, war Horst der folgenden Meinung:

Das ist ja heftig. Von der Norm abweichendes Verhalten ist also erstmal verdächtig. Bei uns in Bayern ist das ja nichts Neues.

2.
Am Dezember 19th, 2007 um 11:04 pm, war Cutty der folgenden Meinung:

Ich kanns aber in gewisser Weise nachvollziehen. Diese eine Verkäuferin scheint der Dreh- und Angelpunkt des Debakels gewesen zu sein… und die Verkäufer sind in der Weihnachtszeit wirklich nicht zu beneiden.
Möchte niemanden in Schutz nehmen, aber wenn sich alle korrekt entschuldigt haben, is doch alles im Lot.

3.
Am Dezember 20th, 2007 um 2:59 pm, war Philipp der folgenden Meinung:

Am Besten man kauft seine Sachen nur bei Leuten, die man kennt. Sowas kommt nur in der automatisierten und mechanisierten Konsumwelt vor.

4.
Am Dezember 20th, 2007 um 5:36 pm, war Sjörn Plitzko der folgenden Meinung:

Mein Bekanntenkreis ist zwar nicht klein, aber ein Spielzeughändler ist leider nicht dabei.

5.
Am Dezember 20th, 2007 um 5:44 pm, war Philipp der folgenden Meinung:

HäHä,

war auch ein Vorschlag, den ich selbst nicht beherzige.
Wenn demnächst alle Verkäufer durch Maschinen ersetzt sind, kommen solche Irrtümer auch nicht mehr vor, dann wird man gleich erschossen.

Meinungen anderer Seiten...
  1. vital-Genuss.de am Dezember 20th, 2007 at 10:02 am
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